Martinigansl: Lieblingsrezept zum Teilen

Hast du gewusst, dass das Martinigansl früher der letzte Braten vor dem sechswöchigen Adventfasten war? Das Brauchtum des Ganslessens gibt es bis heute. Auch wir auf dem Wiesberghof merken, wie gerne Familien und Freunde dafür zusammenkommen.

Die Bio-Weidegänse auf dem Wiesberghof

Wenn die Kühe und Schafe im Sommer auf der Alm sind, war es bisher recht still auf dem Wiesberghof. Mittlerweile ist das nicht mehr so, denn über die Sommermonate tummeln sich Bio Weidegänse auf unseren Wiesen. Sie schnattern – laut – und verraten jede und jeden, die bei uns vorbei spazieren. So, wie sie damals den Hl. Martin verraten haben, als er sich im Gänsestall verstecken wollte.

Die Bio-Weidegänse kommen als Eintagesküken zu uns auf den Hof. Sie bekommen bereits in den ersten Tagen frische Kräuter und Gras. Brennnesseln, Bärenklau, oder Löwenzahn schmecken besonders gut. Witzigerweise mögen sie keinen Spitzwegerich. Woran das wohl liegt? Nach zwei Wochen bekommen die Martinigänse ihren Auslauf ins Freie. Bis kurz vor Martini bleiben sie auf dem Wiesberghof.

Die Weidegans hat zwischen 3,5 – 5 kg. Mit Beilagen zubereitet, können rund acht Erwachsene daran essen. Kurz vor Martini werden die Gansl küchenfertig ausgeliefert. Sie kann als Ganzes perfekt gebraten oder gegrillt werden.

Ganslessen mit Freunden und der Familie: Ein traditionelles Rezept zum Nachmachen

Zutaten:

1 Bio-Weidegans, ein paar Äpfel, unbehandelte Orangen, 150 g Rosinen, Salz, Pfeffer, Paprika, Majoran, Thymian, Rosmarin, 1/8 L Rotwein, Saft von 1 Orange, 1 Stäußerl frischer Rosmarin.

Zubereitung:

  • Die Rosinen in Wasser kurz einweichen und abtropfen lassen, die Äpfel und Orangen grob schneiden mit den Rosinen vermischen
  • Die Bio-Weidegans mit den feingemahlenen Gewürzen und Salz gut einreiben und mit den Äpfel- und Orangenstücken und den Rosinen füllen
  • Dressieren und mit der Brustseite nach unten in die Bratpfanne legen, etwas Wasser dazugeben und im vorgeheizten Backrohr braten (30 Minuten bei 220 °C Heißluft, danach die Hitze auf 160 bis 180 °C reduzieren, pro Kilogramm eine Stunde braten – zB. 3 kg Gans – 3 Stunden)
  • Etwa ½ Stunde vor dem Garwerden mit Rotwein übergießen
  • Das fertige Martinigansl aus dem Rohr nehmen, den Bratensaft mit Orangensaft verrühren und einkochen. Das Gansl portionieren und servieren.

Apfelblaukraut, Grießknödel, oder Dinkelnockerl schmecken besonders gut als Beilagen: Rezeptheft zum Herunterladen.

Tipps für ein gelingsicheres Martinigansl

Das Geflügel am besten dressieren. Darunter versteht man das Zusammenbinden von Flügel und Keulen. Das Fett, das besonders am Anfang beim Braten austritt, abschöpfen. Wenn die Ente bzw. Gans fertig gebraten ist, mindestens noch 10 Minuten bei abgeschaltetem Rohr nachgaren lassen, damit beim Tranchieren der Fleischsaft nicht austritt.

Gutes, das von ganz nah kommt. Die Martinigansl können fürs nächste Jahr vorbestellt werden: Stefan Höllwerth, 0664 47 11 782.

Auf dem Wiesberghof sind wir nicht die einzigen im Salzburgerland, die Weidegänse halten. Hier gibt’s einen Überblick: https://www.weidegans.at/

Mahlzeit,
Katharina

Veröffentlicht von Katharina

Ich bin Mama, Salzburger Seminarbäuerin und Spielgruppenleiterin. Hier schreibe ich über die Genussmomente am Berg. Dazu gehören die Familienausflugsziele, unsere regionalen Rezepte und Produkte vom Biobauernhof.

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